Japangarten

Die Grundidee des Japangartens ist es, sich selbst und sein Zuhause der Natur unterzuordnen. Sich als ein Teil dieser Schönheit zu sehen und sich darin wieder zu finden. Er zeichnet sich aus durch immer wiederkehrende Erscheinungsformen und vielzählige Eigenheiten. Gewachsen aus Tradition, Geographie und durch den Einfluss geschichtlicher Begebenheiten.

Ein ganz wichtiger Aspekt ist die enge Beziehung zwischen Mensch, Haus und Garten, was auch bei uns immer mehr zum Tragen kommt. Seit Jahrhunderten wurde der Garten hier dem Haus untergeordnet, wobei in Japan schon seit dem 10. Jahrhundert eine vollständige Harmonie zwischen Haus und Garten angestrebt wurde. In Japan sind Räume, die sich dem Garten öffnen, förmlich mit den Außenanlagen verwachsen.

Vieles im Japangarten steht symbolisch für Naturgegebenheiten und wird stark verkleinert dargestellt, z. B. Felsen für die Berge, geharkter Kies für Wasser oder beschnittene Bäume für Wälder oder uralte Bäume.

Japanische Gärten wie diese, sind durch den religiösen Einfluss des Buddhismus geprägt. Im Besonderen ist zu nennen die Zen Richtung und Teezeremonie. Dadruch wurden die Gärten zu Orten der Ruhe und Besinnung. Dies wird bewusst mit zarten Farbakzenten und einer überschaubaren Vielfalt an Pflanzen in Grüntönen unterstrichen.

Der Japangarten lehnt sich stark an die japanische Landschaft an, die vom Wasser geprägt ist und das Inselreich umgibt.

Die japanischen Alpen, die das Land von Nord nach Süd durchziehen, werden von zahlreichen schnell fließenden Bächen und Flüssen durchzogen. Mit ihren klaren Wasserfällen im vulkanischen Gestein, prägt dies auch das Gartenbild und man findet dies in fast jedem Japangarten wieder.

Genau dieser Typ Garten lädt Besitzer, Betrachter und Gäste ein, sehr bald zur Ruhe zu kommen, wobei die Vorfreude darauf durchaus wohliges Herzklopfen auslösen kann. In der Welt der Globalisierung und des härter werdenden Wettbewerbs, sowohl beruflich, als auch privat, wird es immer wichtiger, einen Ausgleich zu haben, um sich in den kurzen Freiräumen möglichst tiefgehend zu erholen.

Auch bei uns gibt es ähnliche Landschaftsbilder und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Art von Gärten bei uns so beliebt geworden ist. Schwerlich kann man behaupten, dass ein solcher Garten, der die Natur an sich zu Grunde legt, nicht zu uns passen würde.

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